Nächstes Netzwerk-Treffen am 25.11.

Samstag, 25. November 2017, 11–13 Uhr, Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt, Raum 3016

Alles so schön jung hier!
Die meistgehörte Klage in Jazzkreisen ist, dass es zwar jede Menge junger Musiker/innen gibt in dieser Musik, das Publikum aber scheinbar immer älter wird. Stimmt das, oder ist es nicht vielmehr so, dass jede Generation sich ihre eigenen Spielorte schafft und die Altersgruppen sich nicht unbedingt mischen? Ist die Location bzw. die street credibility des Veranstalters für die Publikumstreue also manchmal wichtiger als die auftretenden Künstler/innen?

Darüber wollen wir beim nächsten Treffen des Netzwerks Jazz in Hessen diskutieren und haben uns Input von Organisatoren geholt, die sehr wohl auch ein junges Publikum mit Jazz ansprechen. Die Milchsackfabrik in Frankfurt etwa ist ein Veranstaltungsort, der nicht nur Jazz bietet, aber wenn, dann eben auch ein junges Publikum anzieht (https://www.facebook.com/milchsackfabrik/). Und im Tonkult-Kollektiv in Mainz nehmen Musikerinnen und Musiker die Konzertorganisation gleich selbst in die Hand (http://www.tonkult-mainz.de/).

Solche Modelle sind in der Regel nicht übertragbar, aber was können wir, die wir als Musiker/innen, als Veranstalter/innen oder anderer Funktion in die Jazzszene eingebunden sind, von den Erfahrungen der Macher lernen? Dazu haben wir Stefan Enders (Milchsackfabrik) und Pit Marquandt (Tonkult Mainz) eingeladen; sie werden uns von ihren Konzepten und Erfahrungen berichten.

Und neben aller Begeisterung für neue Ideen fragen wir auch: Trägt sich das – also für die Veranstalter genauso wie für die auftretenden Künstler/innen? Oder laufen Alternativen zu den etablierten Orten für Jazz schnell Gefahr Musiker zur uns allen bekannten Selbstausbeutung anzustiften? Wie also können wir uns einbringen in die durchaus stattfindende Erneuerung unserer Szene?

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