Pressemitteilung: „Netzwerk Jazz in Hessen“ trifft sich in Frankfurt


Hessens Jazzszene will die Vielfalt ihrer Kompetenzen besser vermitteln

Auf Initiative des Landesmusikrates des Landes Hessen trafen sich am Samstag, den 9. Februar, etwa 50 Vertreter der hessischen Jazzszene in Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main – und damit an historischer Stätte. Denn hier wurde bereits Ende der 1920 Jahre die erste Jazzklasse Deutschlands von Mátyás Seiber eingerichtet, was den Ruf der Mainmetropole als Jazzhauptstadt der Republik begründete.
Eingeladen hatten zum Netzwerktreffen, neben dem LMR, das Jazzinstitut Darmstadt und die Jazz-Initiative Frankfurt. Das „Netzwerk Jazz in Hessen“ möchte die landesweiten Aktivitäten im Bereich der Jazzmusik künftig stärker verknüpfen und damit für das Publikum, Medien, Politik und Wirtschaft besser sichtbar machen.
Ziel ist zudem die Schaffung eines dauerhaften Forums von Jazzveranstaltern, -musikern, -verlagen, -labels, -ausbildungsstätten und -medien zur Erörterung und zur Analyse der Situation des Jazz in Hessen sowie einer Plattform zum gegenseitigen Austausch. Gleichzeitig soll ein solches Netzwerk als gemeinsamer Ansprechpartner für Anfragen an die hessische Jazzszene von Außen dienen.
„Uns als Landesmusikrat interessieren vor allem die Befindlichkeiten und die Bedürfnisse der Aktiven innerhalb der Jazzszene. Daher war es uns wichtig, allen relevanten Akteuren Gelegenheit für einen gemeinsamen Gedankenaustausch zu geben“, beschreibt Thomas Spahn, Mitglied im Landesvorstand des hessischen Musikrates die Absicht des LMR.
Gastredner Rainer Kern, erfolgreicher Netzwerker im Bereich der Kulturarbeit, unter anderem als künstlerischer Leiter des „Enjoy Jazz“-Festivals in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen sowie als Leiter des Bewerbungsbüros der Stadt Mannheim für den Titel der „Kulturhauptstadt Europas“, stellte in einem Impulsreferat zu Beginn der Veranstaltung die beiden erfolgreichen Projekte „Festivalregion Rhein-Neckar“ und „Jazzalliance“ vor. „Uns ist es in der Metropolregion Rhein-Neckar gelungen, Kriterien für erfolgreiche Projekte gemeinsam zu entwickeln. Es ist wichtig vorhandene, regionale Standortvorteile im Kulturbereich zu benennen, um diese dann durch Unterstützung aus Politik und Wirtschaft gezielt zu stärken“, so Kerns Fazit. Gleichzeitig bekräftigte er: „Netzwerkarbeit erfordert von allen Beteiligten hohen persönlichen Einsatz.“
Im anschließenden Forum diskutierten die Anwesenden über Arbeitsfelder, in denen sich in Hessen eine stärkere Vernetzung und Kooperation realisieren lassen. Hier kamen die beiden wichtigen Bereiche „musikalische Ausbildung“ und „gemeinsame Webpräsenz der hessischen Jazzszene“ zur Sprache. Beide Bereiche möchte man nun kurzfristig in Angriff nehmen.
Ein gemeinsames Online-Portal www.netzwerk-jazz-hessen.de, auf dem sich alle Musiker, Initiativen und Unternehmen im Jazzbereich kurz im Profil vorstellen können, existiert bereits. Dieses soll gemeinsam mit dem www.wegweiserjazz.de des Jazzinstituts Darmstadt ausgebaut werden. Darüber hinaus wird die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft „Jazzausbildung an Schulen, Musikschulen, Konservatorien und Hochschulen“ konkret angestrebt.
„Solche Treffen werden künftig in loser Regelmäßigkeit an wechselnden Orten stattfinden – das nächste Mal vielleicht in Nord- oder Mittelhessen“, so Thomas Spahn. „Der regelmäßige, informelle Austausch befördert lokale Aktivitäten und schafft Kooperationen, wo bislang möglicherweise Konkurrenz wahrgenommen wurde. Das stärkt auch das Musikland Hessen“.

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