Rückblick: Runder Tisch mit A. Zetzsche

Fotos: Natalie Färber

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    Protokoll Netzwerk Jazz in Hessen | 22.3.2014 / 13.00 Uhr / Musikakademie Wiesbaden

    Das Netzwerk Jazz in Hessen traf sich zu einem Runden Tisch am 22.3.2014 in Wiesbaden. Gastgeber waren die Initiativen „Artist / Kooperative New Jazz“ und die Jazzarchitekten Wiesbaden.

    Das Impulsreferat hielt Albert Zetzsche – Referatsleiter „Theater- und Musikförderung“ im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK).

    Thema waren die Strukturen der Musikförderung im Land Hessen – insbesondere der Jazzförderung.

    Nach einer Beschreibung der Förderlandschaft und dem Hinweis auf die Website des Ministeriums (Musikförderung – Vergaberichtlinien, mit den Unterpunkten Hess. Jazzpreis, Hess. Jazzpodium und Jazzprojekte) gab Albert Zetzsche in seinem Vortrag konkrete Anregungen zur Förderantragstellung. Da die Förderung von „Jazzprojekten“ lediglich mit einem Finanzvolumen von 30.000 Euro ausgestattet ist, können entsprechend wenige Projekte in die Förderung des Landes Hessen aufgenommen werden. (Zusätzliche, aber bereits festgelegte Mittel betreffen etwa den Hessischen Jazzpreis, das jährliche Hessische Jazzpodium, das Landesjugendjazzorchester sowie den Wettbewerb Jugend jazzt.) Die übersichtliche Höhe der Projektmittel ist auch der Grund, warum es sich bei dieser um eine reine Fehlbedarfsförderung handelt. Die Vergaberichtlinien sehen außerdem vor, dass neben einer Landesförderung immer auch eine kommunale Förderung der beantragten Projekte obligatorisch ist (Stichwort: Subsidiaritätsprinzip). Weitere Themen neben der Antragsstellung waren die Zusammenhänge der Antragsbewilligung und die Projektabwicklung. Die nächste Antragsfrist für Fördermittel des Landes Hessen ist der 5.November 2014 (Link: Vergaberichtlinien auf der Website des HMWK).

    In der anschließenden Diskussion wurden Fragen der Verteilungskriterien, der Verteilungsgerechtigkeit und der Transparenz von Entscheidungen der Jazz-Jury angesprochen. Darüber hinaus bestand Einigkeit darüber, dass die Fördersumme für Jazzprojekte in Höhe von 30.000 Euro jährlich für das gesamte Bundesland Hessen viel zu gering ist. Eine Erhöhung dieser Fördersumme wurde als konkrete mögliche Zielsetzung des Netzwerkes formuliert.

    Die Frage einer Institutionalisierung des Netzwerks Jazz in Hessen wurde ebenfalls diskutiert. Vor allem hinsichtlich einer politischen Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse wurde der Landesmusikrat genannt, in dessen Gremien der Jazz in Hessen nur durch Einzelinstitutionen (Jazzinstitut Darmstadt, Landesjugendjazzorchester), jedoch nicht als Verband vertreten ist.

    Eine Diskussion über die Bildung von Struktur (Vereinsgründung), Organisation und Aktionen des Netzwerk Jazz in Hessen wurde für den nächsten Runden Tisch, der noch vor der Sommerpause (Juni/Juli) stattfinden soll, in Aussicht gestellt.

    Die Versammlung endete um 15.30 Uhr.

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